Die erste Woche ist geschafft

// Oktober 9th, 2009 // Tagesgeschehen

Gleich geht es wieder Richtung Heimat. Raus aus dieser mittelalterlichen, westfälischen und recht langweiligen Kleinstadt in die gewohnte Umgebung von zuhause.  Langweilig ist das Stichwort. Natürlich ist die erste Woche mit Einführungsveranstaltungen und Semesterüberblicke gehäuft, sodass sich noch garkein richtiger Studienalltag hat einstellen können. Auch an das morgendliche Radfahren, quer durch die Gassen und Ecken über die Wälle und Mauern bis zur FH, muss ich mich noch gewöhnen. Besonders wenn man mit Gegenwind, Gegenregen, Steigung, dem Straßenverkehr, nem platten Reifen und einer unglaublich ausgeprägten Lustlosigkeit zu kämpfen hat. Aber wenigstens tut mir die zusätzliche Bewegung ganz gut, denn das Studieren hat doch schon das ein oder andere “Stresskilo” bei mir ansetzen lassen.

Stress gabs in der vergangenen Woche ja nicht so wirklich. Das einzig interessante war heute Morgen meine aller erste Spanisch Stunde. Zwar ist diese Lehrveranstaltung keine Pflicht für mich und bringt mir auch keinerlei Credit-Points, für meinen weg von dummen Hauptschüler zum Elektrotechik Bachelor, aber sicherlich ist es von Vorteil wenn man Spanisch sprechen kann.

Etwas unverständlich auch die Aussage eines Professors der sich darüber beschwerte, dass die gestrige Übungsgruppe (in der bin ich auch) geschlossen die Übungsstunde geschwänzt hat. Er sei “etwas enttäuscht” von uns gewesen. Man hätte ja die vergangene Klausur besprechen können. Seltsamer weise hat er dann den heutigen Übungstermin abgesagt, da ja noch nichts zu Üben da wäre.

Und nun sitz ich hier und warte inständig darauf, dass mein Mitbewohner P. von seinem letzten Seminar nach hause kommt und wir schleunigst die Heimfahrt antreten können. Solange er aber noch nicht mit seinem Drahtesel über die Türschwelle tritt, muss ich mich wohl oder übel damit beschäftigen die Bude ein wenig auf Vordermann zu bringen. Geschirr ist zwar gespült aber der Dreck der ganzen Woche klebt noch überall in den Ecken. Ich mache mich dann mal an die Arbeit.

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