Sockenschublade

Wie ich ja berichtete, bin ich im Haus in ein neues Zimmer umgezogen. Doch da ich ja eine recht lange Zeit im alten Zimmer war und wenig Platz hatte, habe ich immer die Socken im Nachttisch in der untersten Schublade gelagert. Da ab jetzt mehr Platz vorhanden ist, habe ich extra eine Sockenschublade in meinen neuen Kleiderschrank eingerichtet. Direkt neben den Unterhosen, was einen organisatorischen Vorteil beim anziehen bringen sollte.
Leider bleibt der Effekt aus. Jedesmal wenn ich meine Unterhose angezogen habe, schaue ich in mein Nachttisch um nach den Socken zu suchen.

Und fast jedes 2te mal, wenn ich die Treppe hochlaufe weil ich mein Handy oder Schlüssel auf dem Schreibtisch vermute, öffne ich die Zimmertür meiner ehemaligen Nisthöhle.

Süßes sonst gibts Saures!

Wie mir die Amerikanisierung der deutschen Kinder auf den Sack geht. Das ist wirklich grausam was die Medien für einen Einfluss besitzen. Mich würde es nicht wundern wenn dieses Halloween mehr Süßkrams durch geöffnete Haustüren in Kinderhände gereicht wurde, als es zu Sankt Martin passieren wird.
Und als Beispiel ein Dialog zwischen meinem Nachbarn und einem 12 jährigen Jungen mit Immigrationshintergrund.

“Es klingelt an der Haustür.”

Nachbar: “Ja bitte?”
Kind: “Gib mir was zu schlecken, oder isch werd disch necken!”

(Anmerkung,  dies ist eine schlechte deutsche Übersetzung fürs amerikanische “Trick or Treat”)
Nachbar: “Ähhh WAS???”
Kind: “Ey ja, Halloween und so, weißte”
Nachbar: “Achso, ja moment, warte kurz!”

Der Nachbar öffnete die Tür und gab dem Jungen das, wofür er extra in der Hauptschule mit diesem wunderbaren Kurzgedicht vorbereitet wurde.